Erstmals wird die ACP Eigenbluttherapie auch bei Bandscheibenvorfällen, wirbelsäulenbedingten Nervenschädigungen, abnützungsbedingten Schäden der Wirbelsäule und chronischen Kreuzschmerzen eingesetzt.

Das OSZM (Orthopädie und Schmerztherapie Zentrum Meidling) setzt die Behandlung mit ACP (Autologes Conditioniertes Plasma) bereits seit seinem Bestehen für die Therapie von Sportverletzungen, verschleißbedingten Gelenkbeschwerden, Sehnenverletzungen und chronischen Erkrankungen wie Arthrose oder Sehnenscheidenreizungen ein. Neu ist der Einsatz der Eigenplasma Therapie bei Bandscheibenvorfällen.

Was versteht man unter der ACP-Therapie?

Bei der ACP Therapie werden die betroffenen Stellen mit Eigenplasma behandelt. Die im Blut enthaltenen Wachstumsfaktoren beeinflussen den Heilungsvorgang positiv. Durch die mit der ACP Doppelspritze gewonnenen, konzentrierten Wachstumsfaktoren können Heilungsprozesse angeregt werden. Bei orthopädischen Beschwerden kommt es zu wesentlichen Verbesserungen bei Schmerzverlauf und Beweglichkeit.

Durch die Aufbereitung des Blutes, erhält man Plasma mit einer 2- bis 3-fachen Thrombozytenkonzentration (Blutblättchen). Die Thrombozyten werden außerhalb der Blutbahn aktiviert und setzen Proteine, wie beispielsweise die Wachstumsfaktoren, frei. Dadurch wird der Heilungsprozess unterstützt. Wachstumsfaktoren wirken durch die Differenzierung von verschiedenen Zelltypen, einer verbesserten Kollagenproduktion und der Stimulation der Angiogenese (Wachstum von Blutgefäßen durch Spaltungsvorgänge).

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Wie läuft die ACP Eigenblut Therapie bei einem Bandscheibenvorfall ab?

Bei der ACP Eigenblut Therapie wird dem Patienten eine kleine Menge Blut mit der dafür vorgesehenen Doppelspritze entnommen und im Anschluss wird das Blut 5 Minuten lang mit 1500 Umdrehungen pro Minute zentrifugiert. Dadurch trennen sich die Blutbestandteile. Das Blutplasma und somit die regenerativen Bestandteile des Blutes werden innerhalb einer halben Stunde nach Entnahme injiziert. Die enthaltenen hochkonzentrierten Wachstumsfaktoren beschleunigen den Heilungsprozess.

Bei einem akuten Bandscheibenvorfall wird mit einer ACP Therapie nach der Schmerzbehandlung ein schnellerer Abbau des Prolapses und die Heilung der verletzten Bandscheibe begünstigt. Langfristig werden mit der Eigenbluttherapie die Nervenwurzeln regeneriert und somit die schmerzhaften, üblich bleibenden Schäden wir Muskelkrämpfe, Hexenschüsse, Kribbelparästhesien, Kältemissempfindungen vermieden.

Im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule wird die Therapie mittels epiduraler Injektion verabreicht. Bei Bandscheibenvorfällen, und höheren Regionen bis hin zur Halswirbelsäule wird mit Hilfe von einem CTI punktgenau injiziert.

Die Intervention wird im Wochenabstand gemacht mit einer anschließenden Regenerationsphase von bis zu 6 Wochen. In diesem Zeitraum sieht man unterschiedliche Reaktionen: deutliche Besserung, Regenerationsschmerz(Wundheilungsschmerz), Aktivierung der geschädigten Nerven mit teilweiser kurzfristiger Verstärkung der Beschwerden!

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Volkskrankheit Bandscheibenvorfall

Ein Bandscheibenvorfall ist ein degenerativer und / oder druckbelastungsbedingter Schaden an der Wirbelsäule. Vor allem bei schwerem Heben, langem Sitzen und Stehen kann der Bandscheibenkern durch zu hohen Druck hervorquellen. Das herausgedrückte Bandscheibengewebe, welches praktisch immer Anteile der Faserknorpelringe enthält, die um den so genannten Gallertkern herum konzentrisch angeordnet sind, drückt auf den Inhalt des Wirbelkanals und/oder die Nervenwurzel.

Wenn dies geschieht, kommt es in der Regel zur Lumboischialgie (umgangssprachlich “Ischias), das heißt zum Auftreten hexenschussartiger Schmerzen, welche auch in ein Bein ausstrahlen können.

Die große Gefahr bei einem Bandscheibenvorfall ist, dass der Ischiasnerv an seiner Wurzel abgeklemmt und dauerhaft geschädigt wird.

Die Ursache ist oft eine Überlastung bei Vorschädigung der Bandscheiben. Ein Bandscheibenvorfall kann aber auch ohne äußeren Anlass auftreten.

Erstmals in der Geschichte von ACP wird diese Therapie nun von Dr. Birner bei Bandscheibenproblemen zur Operationsvermeidung eingesetzt. Die ACP Eigenbluttherapie ist derzeit neben der Physiotherapie und Lebensstiländerung die einzige nicht medikamentöse, regenerative und vorbeugende Behandlungsmethode.

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